PRESSEMITTEILUNG 2026-14/2026
Freising, den 30.06.26Bundes- und Staatsstraßen: Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen zum Schutz vor Eichenprozessionsspinner und Goldafter
Freising/München (Landkreise Freising, München, Dachau, Fürstenfeldbruck, Erding). An Gehölzbeständen im Zuge von Bundes- und Staatsstraßen wurde aktuell ein Befall durch den Eichenprozessionsspinner (EPS) sowie den Goldafter festgestellt. Da die giftigen Brennhaare der Raupen eine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier darstellen, informiert das Staatliche Bauamt Freising kompakt über Erkennungsmerkmale und das richtige Verhalten im Ernstfall. Vorrangiges Ziel der Maßnahmen ist es, durch gezielte Aufklärung eine Gefährdung der Bevölkerung zu vermeiden.
Die wichtigsten Fakten und Gesundheitsrisiken im Überblick
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners (an Eichen) und des Goldafters (an bis zu 40 Laubgehölzarten wie Obstgehölzen, Weißdorn etc.) bilden winzige Brennhaare aus, die Allergene enthalten. Der Kontakt mit diesen Haaren, die auch durch den Wind weitergetragen werden können, kann Hautreizungen (Raupendermatitis), Entzündungen der Augen und Atemwegsbeschwerden auslösen. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind kompakte Gespinstnester direkt am Stamm oder in den Astgabeln. Zu beachten ist die Verwechslungsgefahr mit den für Mensch und Tier völlig harmlosen Gespinstmotten: Diese befallen vor allem Obstgehölze und Traubenkirschen und überziehen die Pflanzen mit großflächigen, silbrigen und schleierartigen Gespinsten.
Richtiges Verhalten und Meldung von Befallsstellen
Für Verkehrsteilnehmer und Anlieger gilt als oberste Regel: Halten Sie Abstand. Nester und Raupen dürfen unter keinen Umständen berührt oder selbstständig entfernt werden (z. B. durch Abflämmen oder Wasserstrahlen), da dies die toxischen Haare in der Luft verteilt. Befallsstellen an Bundes- und Staatsstraßen in den Landkreisen Freising, München, Dachau, Fürstenfeldbruck und Erding sowie an Kreisstraßen in den Landkreisen Erding und München können beim Sachgebiet Landschaftsplanung (Tel.: +49 8161 932 2150, E-Mail: Landschaftsplanung_SB@stbafs.bayern.de) gemeldet werden.
Ausführliche Informationen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen, detaillierte Zuständigkeiten für Privat- und Gemeindeflächen sowie weiterführende Links sind auf unserer Homepage zu finden: Schutz & Aufklärung: Informationen zum Eichenprozessionsspinner & Goldafter
